Wenn Fehlzeiten in einer Organisation steigen, folgt meist ein vertrautes Muster: Es wird über Krankheitswellen gesprochen, über Grippesaisons, über Anwesenheitsregeln, vielleicht über Bonusmodelle für besonders verlässliche Teams. Die Annahme dahinter ist intuitiv — wer krank ist, fehlt aus medizinischen Gründen, und wer nicht krank genug ist, sollte besser kommen. Eine umfangreiche skandinavische Registerstudie stellt diese Logik nun auf den Kopf. Sie zeigt: Der wirksamste Hebel gegen Fehlzeiten liegt nicht in der Medizin und nicht in der Disziplin, sondern in der Frage, wie viel Einfluss Beschäftigte auf ihre eigene Arbeit haben.